Akroter (Eckaufsatz an Giebeln, Grab- und Weihreliefs) mit geflügeltem Pferd, Beginn des 5. Jh. v.Chr., Inv. 14130

Giebelreliefs aus Tivoli, Ende 4. – 3. Jh. v.Chr.

Fries mit florealer Dekoration und menschlichen Köpfen, 4. Jh. v.Chr., Inv. 14129

Stirnziegel in Form einer weiblichen Figur, 2. Jh. v.Chr., Inv. 14119

Weibliche Büste, 3. Jh. v. Chr., Inv. 14107

Virtuelle Besichtigung dieser Säle

Diese für gewöhnlich als “Sale delle Terracotte“ bezeichneten Räume sind der etruskischen Tempel- und Votivkeramik gewidmet. Der große Raum von Saal VI eignet sich gut zur Schaffung eines stimmungsvollen Ambientes, das in vielerlei Hinsicht den antiken Sakralbezirken ähnelt, wo eine Umfassungsmauer das hohe Podium umschloss. Hier erhob sich der Tempel, mit einem davorliegenden Platz für Votivgaben und Altäre. In diesem Saal sind Architektur-Terrakotten verschiedener Herkunft ausgestellt. Einige davon sind auf einer Tragkonstruktion ausgestellt, die die ursprüngliche Lage der Objekte zeigen soll.

Auf dem Podest in der Saalmitte und in den Vitrinen an der linken Wand sind Votivgaben aus Terrakotta ausgestellt, die zum Großteil aus einem oder mehreren Tempeln in Caere (Cerveteri) stammen und vorwiegend auf das 4.-3. Jh. v. Chr. datierbar sind. In der Ausstellung sollte nicht nur ihre künstlerische Qualität hervorgehoben werden, sondern auch die überaus große Vielfalt und Quantität an Objekten, die täglich in den Tempel gebracht wurden. Die antiken Heiligtümer waren denn auch normalerweise damit überfüllt. Man schenkte alle möglichen Dinge, vorwiegend Modelle eines Kultbildes, häufiger noch Reproduktionen von Teilen des menschlichen Körpers (Köpfe, halbe Köpfe, Gliedmaßen, Organe) oder aber Nahrungsmittel oder Opfertiere.