Römische Altertümer

Römische Öllampen aus dem 1. Jh. n.Chr., darunter einige mit Themen aus dem Theater verziert.

Zwei stuckverzierte Truhen aus Flavischer Zeit, aus einem Columbarium (gemeinsame Grabkammer für Aschenurnen, die in Nischen standen) stammend, die 1816 in Vigna Moroni an der Via Appia gefunden wurden (Invv. 14948, 14562): Aphrodite und der sterbende Adonis; Alexander-Zeus auf dem Globus zwischen Poseidon und Herakles.

Gebiet des Vatikans

Kybele und Attis geweihter Altar, 374 n.Chr., Inv. 9937

Altar der Varia Sabbatis (Inv. 1344).

Kindersarkophag mit den Inseln der Seligen (Inv. 1501).

Grabbeigaben aus der Nekropole des Vatikanischen Autoparks.

Virtuelle Besichtigung dieses Saales

Hier sind römische Altertümer und eine den auf dem Gebiet des Vatikans gemachten Entdeckungen gewidmete Abteilung zu sehen. In der Zeit der römischen Könige und die gesamte Republikanische Epoche hindurch war das Gebiet rechts des Tibers als Ager Vaticanus bekannt und erstreckte sich im Norden bis zur Mündung des Flusses Cremera und im Süden bis hin zum Gianicolo. Ab der Kaiserzeit (2.Jh. n. Chr.) ist der topografische Begriff Vaticanum gesichert, der sich auf ein Gebiet, das etwa dem des heutigen Vatikanstaats entspricht, bezog. In der Römerzeit lag dieses Gebiet außerhalb der Stadtgrenzen Roms und wies Villen, die Gärten der Mutter Kaiser Caligulas (37-41 n.Chr.), Agrippina, und großflächige Nekropolen entlang der Hauptstraßen auf. In den Gärten der Mutter ließ Caligula eine Wagenrennbahn (Gaianum) errichten, die später von Nero (54-68 n.Chr.) umgebaut wurde. An der Via Trionfale, die vom Petersplatz in Richtung Norden zum Monte Mario führt, wurden bei Ausgrabungen mehrere Gräber entdeckt. An der nach Westen führenden Via Cornelia hingegen lag die Nekropole, in der sich auch das Grab des Apostels Petrus befand, der bei der Christenverfolgung durch Nero getötet und hier beigesetzt wurde. Sein Grab war ab dem 2. Jh. n. Chr. Ziel von Pilgerfahrten und Gegenstand der Verehrung. Die Nekropole wurde bei den Bauarbeiten für die Basilika des Heiligen, die unter Kaiser Konstantin (306-337 n.Chr.) begannen, verschüttet und ist heute nur zum Teil zu besichtigen.