Grabstele mit Scheintür für Iry, den Verwalter der Nekropole von Gizeh

Grabstele mit Scheintür für Iry, den Verwalter der Nekropole von Gizeh

Aus der Nekropole von Gizeh
4. Dyn., ca. 2550-2525 v.Chr.
Kalkstein
Höhe 92,0 cm
Inv. 22775

Die Grabstelen sollten nach den eigenen Aussagen der Ägypter „den Namen der Dahingegangenen erhalten”. Der Verstorbene wurde dargestellt, während er Geschenke und Gaben von den Familienangehörigen empfing. Dabei sitzt er meistens vor einem gedeckten Tisch. In späterer Zeit erscheint der Verstorbene dagegen in Begleitung von Gottheiten. Die Liste der Güter für das Leben der Seele (ka) im Jenseits war ein obligatorisches Element der Darstellung. Die Scheintür, die eine Weiterentwicklung der älteren Tendenz ist, die Stelen in eine Palastfassade einzugliedern, diente der Seele des Verstorbenen um ins Jenseits zu gelangen. In diesem Fall ist die eigentliche Grabstele in ein Feld über dem Balken der Scheintür eingeschrieben. Iry, der Verwalter der Nekropole der Pharaonen in Gizeh, sitzt an einem festlich gedeckten Tisch.