Regolini Galassi-Grab

Regolini Galassi-Grab

Museo Gregoriano Etrusco
circa Mitte des 7. Jh. v.Chr.

Das Grab, das man in Cerveteri besichtigen kann, wurde 1836 noch unberührt entdeckt. Zum Teil ist es aus dem Tuffstein herausgehauen, zum Teil aus Quadern errichtet, mit einem Scheingewölbe aus fortschreitend vorkragenden Blöcken. Die gesamte Struktur war von einem enormen Erdhügel bedeckt, wodurch sie auch von außen ein monumentales Aussehen erhielt. Das Grab besteht aus einem abschüssigen Zugangskorridor und einer langen Mittelkammer, die durch eine unvollständige Trennmauer aus quadratischen Tuffblöcken von der hinteren, abschließenden Grabkammer oder Zelle getrennt ist. An den Seiten öffnen sich zwei symmetrische seitliche Zellen mit ovalem Grundriss, die vollständig in den Tuff gehauen sind. Im Grab waren sicher zwei Personen bestattet: eine Frau vom Rang einer Prinzessin in der hinteren Kammer, und ein eingeäscherter Mann in der rechten Zelle. Problematischer ist die Präsenz einer dritten Person, die im Vorzimmer auf einem Bronzebett bestattet war. Daneben förderten die Ausgrabungen eine überaus reichhaltige Mitgift, darunter eine Biga, Silbergefäße, vergoldete und bronzene Silbergeräte und eine Reihe von Schmuckgegenständen aus Gold, die der Verstorbenen gehörten, zu Tage.