Geschirr

Geschirr

Cerveteri, Regolini Galassi-Grab
Mitte 7. Jh. v.Chr.
Silber
Inv. 20438, 20439,20461, 20464

Das im Grab aufgefundene Geschirr zeichnete sich durch seine Vielfalt und Vollständigkeit aus. Diese Auswahl setzte eine besondere Vorbereitung voraus, die von einem klaren begräbnisritual bestimmt wurde. Bemerkenswert ist das Zusammenwirken von Rohmaterialien, Formen und dekorativen Themen sowohl auswärtiger als auch lokaler Machart. Der Silberkrug (1), dessen Henkelansatz vergoldet ist, gehört der zypriotischen Typologie an, häufig im lokalen Bucchero (die für Etrurien charakteristischen schwarzen gefäße) nachgeahmt. Die vergoldeten Silberschalen mit ägyptisierenden Themen (auf dem Foto nicht sichtbar) sind eine phönizisch-zypriotische Produktion. Eine lokale Form gibt die kleine Amphora mit gepunzter Doppelspiralen wieder (2). Hier ausnahmsweise in Silber ausgeführt, wurde sie traditionell in Impasto-Keramik oder in Buccheroart hergestellt. Auch der konische Becher (skyphos) ist vertreten sowohl in seiner ursprünglichen frühkorinthischen Form, als auch in lokalem Bucchero und in Silber (3). Viele der silbernen Gefäße tragen eine etruskische Inschrift “larthia“ oder „mi larthia“ (Ich bin Larthi), gemäß dem archaischen Brauch der “sprechenden” Objekte.