Grabdenkmal mit sterbendem Adonis

Grabdenkmal mit sterbendem Adonis

Tuscania
Zweite Hälfte 3. Jh. v. Chr.
Polychrome Terrakotta
Höhe max. 62,0 cm; Länge 89,0 cm; Breite
40,5 cm
Inv. 14147

Das berühmte Exponat wurde 1834 während der von den Gebrüdern Campanari unternommenen Forschungsarbeiten entdeckt. Dargestellt ist hier der mythische jagende Jüngling, auf dem Bett liegend und tödlich verletzt. Die pathetische Szene ist mit großer Akribie ausgeführt. Dadurch sollte ein Zusammenhang mit der letzten Stunde des Verstorbenen hergestellt werden. Außerdem gehörte diese Szene zu den beliebtesten Themen der griechischen Mythologie, die ab dem 4. Jh. die etruskische Vision vom Jenseits bevölkerten. Oft irrigerweise als Aschenurne bezeichnet, ist dies in Wirklichkeit ein in sich abgeschlossenes Objekt ohne irgendeine Öffnung als Behältnis für die Asche. Innen überkreuzen sich schachbrettartig Terrakotta-Scheidewände, die strukturelle Funktion haben. Die Löcher an der Oberfläche stellten eine homogene Belüftung der Tonerde während des Trocknungs- und Brennvorgangs sicher. Ganz offensichtlich handelt es sich hier um einen oberen Abschluss des Gehäuses einer Aschenurne.