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Quetzalcóatl, präkolumbianisch-mexikanische Gottheit

klassische Periode (15. Jh.)
Steinskulptur
Mexiko
Bevölkerung: Azteken
Inv. 101536

Die Skulptur stellt Quetzalcóatl dar, dessen Name in der Sprache der Náhua für den Gott "Gefiederte Schlange" steht und auch offizieller Titel des Oberpriesters ist. Im aztekischen Pantheon stand Quetzalcóatl, der Gott des Tages, Schöpfer des Mais, der religiösen Zeremonien und Schutzpatron der Priester, dem destruktiven, nächtlichen Tezcatlipoca, Patron der Krieger, gegenüber. Dieses mythologische Reptil ist das Symbol einer der wichtigsten und vielfältigsten Gottheiten Mittelamerikas. Der Überlieferung nach verglich Kaiser Motecuhzoma II. den über das Meer aus Osten gekommenen Eroberer Cortés mit Quetzalcóatl, der sich nach einer Version des toltekichen Mythos Ce Acatl in Richtung Osten entfernt und verspricht, in einer nicht näher genannten Zukunft zurückzukommen. Diese aus der mexikanischen Hochebene stammende Skulptur ist auf die klassische Periode der aztekischen Kunst datierbar und gelangte als Schenkung des Museo Borgiano di Propaganda Fide in Rom in den Besitz Papst Pius XI.