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Bundu-Helmmaske des weiblichen Bunds der Sande

19. Jahrhundert
Poliertes und geschwärztes Hartholz
Sierra Leone
Bevölkerung: Mende
Inv. 100965

Diese Art von Masken wird beim weiblichen Sande-Bund bei den wichtigsten Gedenkfeiern, bei Ausübung der Rechtsprechung, bei Trauerfeiern und Initiationsriten verwendet, bei denen man sande wird. Bei Initiationen werden die Masken von Frauen getragen, die im Bund eine wichtige Rolle spielen; dabei werden die jungen Frauen nach Beendigung ihrer dreimonatigen Verbannung im Wald in den Bund aufgenommen. Das lange Gewand, das die Maske vervollständigt, bedeckt den gesamten Körper. Diese Maske verkörpert den Fruchtbarkeitsgeist und gilt als Verkörperung der weiblichen Wasser. Die Masken haben immer weibliche Züge, auch wenn sie den männlichen Urgeist darstellen. Die verschiedenen Elemente, aus denen Masken dieses Typs bestehen, die halb geschlossenen, länglichen Augen, die zarten Partien um die Lippen, die fein gezeichnete Nase, die unbeschwerte Stirn, die komplexe Frisur und die Hals- und Nackenringe lassen nicht nur an ästhetische Werte, sondern auch an philosophische und religiöse Konzepte denken.