Antonio Paolucci, geboren in Rimini im Jahre 1939, ist Kunsthistoriker und war Schüler von Roberto Longhi, Experte der italienischen Kunst der Renaissance. Paolucci verfasste Museums- und Ausstellungskataloge sowie Essays und Monographien über Piero della Francesca, Luca Signorelli, Antoniazzo Romano, Michelangelo, Filippo Lippi, Bronzino, Cellini und vielen anderen. Er war Direktor des Opificio delle Pietre Dure und von verschiedenen Restaurierungsateliers in Florenz sowie Landeskonservator der Kunstschätze in Venedig und Mantua, Direktor der Uffizien und für fast 20 Jahre Landesdenkmalpfleger des florentinischen Polo Museale sowie Generaldirektor der Abteilung Denkmalpflege Toskana. Zudem ist er Mitglied der Accademia dei Lincei und Mitglied des Obersten Rats für Kultur- und Landschaftsgüter des italienischen Ministeriums für Kulturgüter und kulturelle Veranstaltungen. Er unterrichtete an den Universitäten Florenz, in der Facoltà di Lettere e Filosofia, (Fakultät für Geisteswissenschaften) und am Institut für Kunstgeschichte) und Siena. Von 1995 bis 1996 war er italienischer Kulturminister. Nach dem umbrisch-markischen Erdbeben wurde er als außerordentlicher Regierungskommissar mit der Restaurierung der Basilika San Francesco in Assisi beauftragt.
Im Dezember 2007 wurde er von Seiner Heiligkeit Benedikt XVI. dazu berufen, als Direktor der Vatikanischen Museen die Leitung der Pontifikalsammlungen zu übernehmen.
Zu den wichtigsten Ämtern, die er bis heute innehat, zählen neben dem Vorsitz des Wissenschaftlichen Ausschusses für die Kunstausstellungen im Marstall des Quirinalspalastes der Vorsitz der Ständigen Kommission für den Schutz der historischen und künstlerischen Monumente des Heiligen Stuhls.
Offizielle Ämter/ Wissenschaftliche Ausschüsse
- Mitglied der Accademia dei Lincei.
- Ordentliches Mitglied der Akademie für Zeichenkunst in Florenz.
- Mitglied der Accademia di San Luca.
- Präsident der Ständigen Kommission für den Schutz der historischen und künstlerischen Monumente des Heiligen Stuhls.
- Berater für das künstlerische Erbe des Quirinals.
- Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses des Marstalls des Quirinalspalastes.
- Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses der Museen von San Domenico in Forlì.
- Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses des Verbands Civita.
- Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses für die institutionelle Ausstellung Dalle Italie alla Italia (Von den Italien zum Italien), Venaria Reale, Turin, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Jahrestag der Einigung Italiens.
- Mitglied des Obersten Rats für Kultur- und Landschaftsgüter des Ministeriums für Kulturgüter und kulturelle Veranstaltungen.
- Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses des Kunst- und Restaurierungssalons in Florenz.