Lucio Fontana, Ritratto di Vrania G.; Crocifisso
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Lucio Fontana, Ritratto di Vrania G.; Crocifisso
Die zur selben Zeit wie die ersten „Schnittbilder“ entstandenen Skulpturen Ritratto di Vrania G. von 1949 und Crocifisso des Jahres 1951 lassen einen der weniger bekannten Aspekte Fontanas erahnen, seine Leidenschaft für die Keramik-Modellierung, mit der er sich ab den 1930er Jahren zu befassen begann, als er zu einem der bekanntesten Avantgardekünstler der Mailänder Szene wurde.
Damals kam Fontana auch mit der Keramik-Manufaktur Mazzotti in Albisola Marina und der Keramik-Manufaktur im französischen Sèvres in Kontakt, wo er erste Erfahrungen mit der Hochfeuertechnik sammeln konnte. Welch große Bedeutung das hatte, bezeugen die persönlichen Keramik-Ausstellungen, die damals in Paris und Mailand abgehalten wurden.
Die beiden Werke, die zur Einweihung 1973 in die Sammlung einflossen, zeigen, welche Perfektion er in dieser Technik erreicht hatte, die sich besonders gut für seine zeitgenössische „räumliche“ Suche eignete, die ihn mit ungeahnten Lösungen experimentieren ließ, was der Kunst der Nachkriegszeit vollkommen neue Perspektiven eröffnete.