Max Ihlenfeld, La caccia; Donne che giocano a tennis
Max Ihlenfeld, La caccia; Donne che giocano a tennis
Max Ihlenfeld malte die beiden Gemälde La caccia und Donne che giocano al tennis in Venedig, wo er gemeinsam mit seiner Frau, der Bildhauerin Giuditta Scalini, die Kriegsjahre verbrachte. Damals intensivierte sich auch sein Kontakt zu dem Kunstsammler Carlo Cardazzo, einem jungen Industriellen, dem seit 1940 die „Galleria del Cavallino“ in Venedig gehörte. Cardazzo wurde nicht nur sein wichtigster Kunsthändler, sondern auch der Herausgeber seiner Kupferstiche und der erste Besitzer der beiden oben genannten Gemälde.
Die Gemälde, die durch das Vermächtnis des Unternehmers Aldo Rondo in die vatikanische Sammlung einfließen konnten, greifen Themen wieder auf, mit denen sich der Künstler schon seit den 1930er Jahren befasste. Sie sind emblematisch für die künstlerische Suche Ihlenfelds, die ägyptische, etruskische und pompejianische Einflüsse aufweist. Seinen Bildmotiven treu malte er ätherische Frauengestalten mit unterschiedlicher Farbgestaltung und Gestik, die wie Elemente eines Stilllebens mit zweidimensionalem Effekt anmuten, der die Kompositionen leicht irreal erscheinen lässt.