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Phönix-Krone
Phönix-Krone
Ethnologisches Museum

Diadem in hochwertiger Verarbeitung, wahrscheinlich ein Werk der „Drei Fabriken des Gebiets von Jiangnan“ (Jiangnan sanzhi) der Regierungs-Manufakturbetriebe von Jiangning (Nanjing), Suzhou, Hanzhou, die direkt dem Kontrollbüro des Kaiserhauses unterstanden.
Die Chinesen haben jahrhundertelang die blau schillernden Federn des Eisvogels als Intarsien verwendet, und zwar nicht nur zur Zierde der Haartrachten der japanischen Frauen, sondern auch für Soldatenhelme oder Objekte von großen Dimensionen wie spanischen Wänden. Dieses Diadem kam anlässlich der von Papst Pius XI. 1925 gewollten Weltausstellung in den Vatikan. Das wertvolle Objekt – ein Beispiel außerordentlichen handwerklichen Könnens – zeigt das große technische Geschick der Künstler der Qing-Epoche (1644-1911). Das „Phönix-Krone“ genannte Diadem gehörte zur offiziellen Kleidung der Frauen am kaiserlichen Hof. Das darauf dargestellte Dekorationsthema rankt sich um die Tiermotive des Drachens und des Phönix-Vogels und entfaltet sich um ein zentrales Element in der Form eines Pavillons, unter dem frontal ein großer Drachen erscheint, den Reptil-Leib  um eine silberne Perle gewunden. An den Seiten des Pavillons kann man eine Inschrift in chinesischen Schriftzeichen erkennen.
Die Dekorationsmotive inspirieren sich oft an miteinander kombinierten Tier- oder Pflanzenmotiven, die dem traditionellen Bild-Repertoire entnommen sind und gute Wünsche zum Ausdruck bringen sollen.