Indonesien. Land der Harmonie

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Zeitweilige Ausstellung

Zu zeigen, dass Völker verschiedener Kulturen, Ethnien und Religionen in Harmonie miteinander leben können: das ist die Botschaft der zeitweiligen Ausstellung zum Thema Indonesien. Land der Harmonie,  die am 14. Februar 2014 im  Ethnologischen Museum des Vatikans eröffnet wurde. Mehr als 200 ausgestellte Artefakte bereichern die umfassende indonesische Sammlung der Vatikanischen Museen, die aus mehr als 1000 Objekten aus dem 8. bis 19. Jh. stammen: von erlesenen Bronze-Statuen, die Gottheiten des Hinduismus und Buddhismus darstellen, bis hin zu den   Marionetten für das javanische Schattenspiel Wayang, einem Miniatur-Koran und einem mit für die Aspat – eine Völkergruppe der Ureinwohner  Papuas – typischen Motiven verzierten Kruzifix.
Viele der ausgestellten Kunstwerke sind Geschenke, die die indonesische Gemeinde im Laufe der Jahre den verschiedenen Päpsten gemacht hat.
Die Initiative entstand in Zusammenarbeit der indonesischen Regierung mit der indonesischen Botschaft am Heiligen Stuhl.
Indonesien ist ein Land, das aus Tausenden von Inseln besteht, auf denen zahlreiche Ethnien leben, die alle über eine reiche und sehr lebendige kulturelle Tradition verfügen. Dieser kulturelle Schmelztiegel hat die Begegnung verschiedener Religionen gefördert, und die indonesische Bevölkerung ist heute stolz, sich der Welt als Beispiel von Toleranz und Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen zeigen zu können.
Die autochthonen Religionen werden noch heute in vielen Teilen Indonesiens praktiziert, was  den Sinn der Zugehörigkeit und kulturellen Identität der verschiedenen, auf ihre Ahnentraditionen stolzen Gruppen stärkt. Das Zusammentreffen der lokalen Religionstraditionen mit jenen Traditionen, die im Lauf der Jahrhunderte nach und nach in Indonesien Fuß fassen konnten, hat hier besondere kulturelle und künstlerische Ausdrucksformen entstehen lassen.
Die indonesische Sammlung des Ethnologischen Museums im Vatikan besteht aus mehr als tausend Objekten, die die Völker, Kulturen und Religionen dieser geographischen Zone repräsentieren. Die Auswahl der hier ausgestellten Artefakte erlaubt es, das reiche künstlerische Erbe Indonesiens kennen und schätzen zu lernen und enthält nicht nur sehr antike, sondern auch zeitgenössische Stücke.
Die älteste Sammlung, die von Mons. Eugène Tisserant (1884-1972) gespendet wurde, besteht aus 40 erlesenen Bronze-Statuen, die auf das 8. bis 14 Jh. datiert werden können und hinduistische und buddhistische Gottheiten darstellen. Aus Java stammt auch die reichste und vollständigste Sammlung, deren Glanzstücke eine Gruppe von 30 Marionetten für das Schattenspiel Wayang und ein dreitüriger Paravent sind. Die islamische Welt ist mit einem außergewöhnlichen Miniatur-Koran vertreten, der auf Ende des 19. Jahrhundert datiert werden kann und in so kleinen Lettern geschrieben ist, dass man zum Lesen eine Lupe braucht. Das Christentum ist mit vielen Werken vertreten, die in den typischen indonesischen Stilformen gefertigt worden sind: besonders interessant ist ein Kruzifix, das mit Motiven verziert wurde, die typisch sind für die Asmat, eine Bevölkerungsgruppe der Ureinwohner Papuas. Die Ur-Kulturen Indonesiens werden durch zahlreiche Objekte dokumentiert, die die antiken Traditionen dieses Landes zeigen: aus Kalimantan kommen mehr als 300 Objekte, aus Sumatra und der Insel Nias dagegen kamen 50 Artefakte, darunter besonders schöne Statuen, die Ahnenbilder darstellen. Nicht zu vergessen die Zeugnisse  der anderen, in diesem Museum vertretenen zahlreichen Ethnien wie den Aceh, Batak, Bugis,  Makassar, Toraja und die Schöpfer der Stoffe und herrlichen Schilde mit magischen Bildern, die Kenyah.
Aus Bali schließlich stammt ein elegantes Bild auf einem Lontar – eine Palmblatt-Handschrift , das eine bekannte Liebesgeschichte erzählt, und eine Statue Singhas, des legendären Drachen-Löwens.