Die Forschungstätigkeit der Abteilung Etruskische-Italische Altertümer konzentriert sich auf die Fachgebiete und Kunstwerke ihres Zuständigkeitsbereichs, mit dem Ziel, diese Kunstwerke zu erhalten und aufzuwerten.
In diesem Zusammenhang führt sie nicht nur Kampagnen zur Katalogisierung und fotografischen wie grafischen Dokumentation durch, sondern auch archivarische und bibliographische Recherchen. Die von der Abteilung angeregten und geleiteten Restaurierungen zielen nicht nur auf die Erhaltung und die bestmögliche ästhetische Nutzung der Kunstwerke durch Besucher und Wissenschaftler ab, sondern sind auch entscheidend dafür, das diesbezüglich angehäufte Wissen immer mehr zu erweitern: Materialien, Ausführungstechniken, Elemente des archäologischen Kontextes und historische Restaurierungen werden nämlich dabei ebenfalls untersucht und dokumentiert.

Einer altbewährten Tradition entsprechend, werden die Forschungsergebnisse in Form von spezifischen Monographien verbreitet, vor allem der bedeutenden Katalogreihe, in der die kontinuierlich zunehmende Bestände, nach Themenbereichen geordnet, systematisch aufgeführt sind.
So wird die bemalte Keramik dokumentiert durch die historische Buchreihe Vasi antichi dipinti del Vaticano wird, die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts von Carlo Albizzati, Pionier auf dem Gebiet Keramik des Altertums, erstmals herausgegeben wurde.
Dazu kommt noch die Reihe Documenti e Monografie (Dokumente und Monographien), die die jahrhundertealte Geschichte der Sammlungen und Studien vertieft und sich dabei vor allem auf Archivquellen und thematische Vertiefungen stützt.
Weitere, von der Abteilung angeregte Studien werden durch Artikel, Essays und Beiträge in Zeitschriften, Katalogen und Konferenzberichten vorgestellt, von denen eine Teilliste aufgelistet wird.

Die Abteilung pflegt die Beziehungen und den Dialog mit der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft, sowohl mit einzelnen Wissenschaftlern als auch mit Institutionen, die zur Förderung der Forschung beitragen, was durch den Austausch von Wissen wie die Organisation und Teilnahme an Studientagungen und Konferenzen geschieht.
Die gezielt auf einen Fachbereich ausgerichtete Forschung bildet nicht nur die kognitive Grundlage für den täglichen Umgang mit den Sammlungen, sondern auch für den traditionellen didaktischen Apparat und den multimedialen Ansatz, mit dem man dem Publikum einen besseren Zugang zum Museum und seinen Exponaten ermöglichen will.