Mater Amazonia
Mater Amazonia

Mater Amazonia

The deep breath of the world

28. Oktober 2019 – 11. Januar 2020
Vatikanisches Ethnologisches Museum Anima Mundi, Vatikanische Museen

Am Montag, den 28. Oktober, werden die Vatikanischen Museen für die breite Öffentlichkeit eine Ausstellung eröffnen, die dem grünen Herzen der Erde gewidmet ist: Mater Amazonia. The deep breath of the world.
Die Ausstellung ist die erste, die in den renovierten Räumen des Vatikanisches Ethnologisches Museum Anima Mundi eingerichtet wurde, dem letzte Woche die Ehre zuteil wurde, von Papst Franziskus höchstpersönlich eröffnet zu werden. „Mir gefällt der Gedanke, dass das, was wir heute eröffnen, nicht nur ein Museum in seiner traditionellen Konzeption ist,“ hat der Heilige Vater bei diesem Anlass gesagt. „Tatsächlich finde ich den Namen, den man für diese Sammlung gewählt hat, mehr als bezeichnend: Anima Mundi, Seele der Welt. Ich denke, dass die Vatikanischen Museen dazu berufen sind, immer mehr ein lebendiges "Haus" zu werden, das bewohnt und für alle offen ist – ja, dessen Pforten den Völkern der ganzen Welt weit offen stehen.“

Kein Zufall also, dass Mater Amazonia gerade in den Tagen der Synode, die dieser komplexen Region gewidmet sind, seine Pforten öffnet und ein Museum den Rahmen der Ausstellung bildet, dessen Mission es schon immer war, das künstlerische und kulturelle Erbe nicht-europäischer Völker zu bewahren.

Der Besucher kann hier einem wahren kognitiven Reiseweg des Amazonas folgen. Eine multimediale und emotionale Erfahrung, die ihn in drei Bereiche des täglichen Lebens eintauchen lässt: den Wald, den Fluss, die Maloca (Ahnengemeinschaftshaus). In Film und Fotografie erzählen mehr als hundert Objekte nicht nur von der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, sondern illustrieren auch die Begegnung des christlichen Glaubens mit den indigenen Völkern und legen Zeugnis davon ab, wie sie das Evangelium in vielen Bereichen des täglichen Lebens aufgenommen haben. Die Ausstellung zielt also darauf ab, zur Reflexion über einige der großen Themen anzuregen, die dem Papst und den Indigenen dieser Länder am Herzen liegen: die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit für die Armen, das Engagement für die Gesellschaft. Eine kraftvolle und originelle Art und Weise – dem Anliegen der vom Papst einberufenen Sondersynode entsprechend –, dazu beizutragen, das Bewusstsein aller Menschen guten Willens für die Probleme zu schärfen, die diesen Teil der Welt – und nicht nur – betreffen.