Sarkophagdeckel

Sarkophagdeckel

Tuscania
erste Hälfte 2. Jh. v.Chr.
Terrakotta
Höhe 78 cm; Länge 199 cm; Breite 47,5 cm
Inv. 15426

Neben der Herstellung von Sarkophagen aus Stein setzt sich gleichzeitig im Innern des südlichen Etrurien zwischen dem 3. und 2. Jh. v.Chr. die Produktion von Terrakottasarkophagen durch, was in Tuscania wiederum zur Eröffnung zahlreicher Werkstätten führt. Aus Tuscania stammt auch das Grabmonument mit sterbendem Adonis. Auf diesem in zwei Teilen ausgeführten Deckel, der im Innern Seile und geflochtene Verstärkungsmembranen aufweist, ist eine auf der Seite liegende Frau dargestellt, die ein kurzärmeliges Hemd, eine Tunika mit Gürtel und auf dem Kopf ein Tuch trägt. Die Figur trägt diverse Schmuckstücke: ein Diadem mit Juwelen, Ohrgehänge, eine Kette mit flachem Band, Ringe, Armreifen und anderen Armschmuck. Der Deckel in Form einer kline (bei Banketten benutztes Bett) spielt auf das Thema des Festmahls an. Der untere Teil des Sarkophags ist nicht erhalten.