Die Geschichte der Vatikanischen Museen

NIKOLAUS V. (1447-1455)
ALEXANDER VI. (1492-1503)
ALEXANDER VI.

NIKOLAUS V. (1447-1455)
ALEXANDER VI. (1492-1503)

Beato Angelico und Pinturicchio dekorieren die Privatgemächer der Päpste

JULIUS II. (1503-1513)
JULIUS II.

JULIUS II. (1503-1513)

Im Cortile Ottagono entsteht der Kern der vatikanischen Skulpturensammlung

GREGOR XIII. (1572-1585)
GREGOR XIII.

GREGOR XIII. (1572-1585)

Die Darstellung des „vortrefflichen“ Italien in der Galerie der Landkarten

CLEMENS XIV. (1769-1774)
PIUS VI. (1775-1799)
PIUS VI.

CLEMENS XIV. (1769-1774)
PIUS VI. (1775-1799)

Gründung des Museo Pio-Clementino

PIUS VII. (1800-1823)
PIUS VII.

PIUS VII. (1800-1823)

Eröffnung des Museo Chiaramonti und des Braccio Nuovo

GREGOR XVI. (1831-1846)
GREGOR XVI.

GREGOR XVI. (1831-1846)

Drei neue Museen öffnen ihre Tore: das Museo Gregoriano Etrusco, das Museo Gregoriano Egizio und das Museo Profano Lateranense

PIUS IX. (1846-1878)
PIUS X. (1903-1914)
PIUS X.

PIUS IX. (1846-1878)
PIUS X. (1903-1914)

Im Apostolischen Palast des Lateran entstehen das Museo Pio Cristiano und der Lapidario Ebraico

PIUS XI. (1922-1939)
PIUS XI.

PIUS XI. (1922-1939)

Eröffnung des Museo Missionario-Etnologico und der neuen Vatikanischen Pinakothek

JOHANNES XXIII. (1958-1963)
PAUL VI. (1963-1978)
PAUL VI.

JOHANNES XXIII. (1958-1963)
PAUL VI. (1963-1978)

Verlegung der Lateransammlungen in die Vatikanischen Museen 

JOHANNES PAUL II. (1978-2005)
JOHANNES PAUL II.

JOHANNES PAUL II. (1978-2005)

Von der großen Restaurierung der Sixtinischen Kapelle zum Jubiläumsjahr 2000

BENEDIKT XVI. (2005-2013 Pontifikatsende)
BENEDIKT XVI.

BENEDIKT XVI. (2005-2013 Pontifikatsende)

Schutz und Bewahrung der Werke im Zeichen des Dialogs mit der Welt der Kunst

FRANZISKUS (13.03.2013)
FRANZISKUS

FRANZISKUS (13.03.2013)

Die Vatikanischen Museen öffnen der „Volkskunst” und der Nächstenliebe ihre Tore

NIKOLAUS V. (1447-1455) und ALEXANDER VI. (1492-1503)


Die Vatikanischen Museen, das „Museum der Museen”, umfassen  nicht nur die umfangreichen Sammlungen aus den Bereichen Kunst, Archäologie, Völker- und Menschenkunde, die die Päpste im Laufe der Jahrhunderte angelegt haben, sondern auch einige der exklusivsten und künstlerisch bedeutendsten Orte der Apostolischen Paläste.
Bevor wir uns der Geschichte der Museums-Sammlungen zuwenden, wollen wir uns daher auch mit diesen Orten beschäftigen. Es handelt sich um Gemächer, die die Päpste in den verschiedenen Epochen als private Wohnräume oder als Orte der Einkehr und des Gebets nutzten. Wir beginnen, in chronologischer Reihenfolge, mit der Nikolinischen Kapelle und den Borgia-Gemächern.

Im ersten Jahr seines Pontifikats beauftragte Papst Nikolaus V. den Maler Beato Angelico mit der Dekorierung seiner Privatkapelle, die Teil seiner Wohnräume im Apostolischen Palast war. Der Papst, einer der großen Humanisten seiner Zeit, gab dem berühmten Künstler und Franziskanermönch, einen Freskenzyklus über den hl. Stephan und den hl. Lorenz in Auftrag: so entstanden Wandgemälde, die der Apostelgeschichte entnommene Episoden aus dem Leben der beiden Heiligen zum Thema haben.
Die Wandgemälde sind reich an Details und Zitaten aus heiligen Schriften. Sie machen aus der Nikolinischen Kapelle ein hervorragendes Beispiel der Verbindung religiösen und humanistischen Gedankenguts, eine Verbindung, die kennzeichnend für die Kunst des 15. Jahrhunderts ist.

Die Werke des Angelico in den privaten Gebetsräumen von Nikolaus V. wurden zwischen 1995 und 1996 einer meisterhaften Restaurierung unterzogen.

Der Nachfolger von Nikolaus V., Papst Alexander VI., bewohnte den abgeschiedensten Flügel des Apostolischen Palastes. Mit der Dekorierung beauftragte er Bernardino di Betto, besser bekannt als „Pinturicchio“. Als die Arbeiten 1494 abgeschlossen waren, zierte ein wunderbarer Freskenzyklus die verschiedenen, aufeinanderfolgenden Räume.  Nach dem Tod Alexanders wurden seine Wohnräume jedoch nicht mehr genutzt.  Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Borgia-Gemächer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Derzeit ist in einem Großteil der von Papst Alexander VI. gewollten Räume die Sammlung zeitgenössischer Kunst, untergebracht, die  Papst Paul VI. im Jahr 1973 eröffnen ließ.