Kreuzigung des hl. Petrus

Kreuzigung des hl. Petrus

Guido Reni
(Bologna 1575-1642)
Kreuzigung des hl. Petrus, 1604-1605
Öl auf Holz
305 x 171 cm
Inv. 40387

Die Kreuzigung des hl. Petrus, die von Kardinal Pietro Aldobrandini für die Kirche S. Paolo alle Tre Fontane in Auftrag gegeben wurde, stellt den ersten künstlerischen Erfolg Guido Renis in Rom dar. Das Gemälde wurde in den Jahren 1604-1605 ausgeführt, um 1787 im Papstpalast auf dem Quirinal ausgestellt und schließlich 1797 nach Paris gebracht. Nach der Freigabe ging es 1819 in den Besitz der Pinakothek Pius’ VII. über.
Der Künstler aus Bologna näherte sich kurz nach seiner Ankunft in Rom den revolutionären Neuerungen in der Malerei Caravaggios an, die das künstlerische Leben der Stadt sofort nach ihrem Erscheinen in entscheidender Weise beeinflusst hatten. Dieser Einfluss ist in der Kreuzigung des hl. Petrus ganz deutlich, wo sich der Künstler Anregungen für das Thema bei Caravaggio selbst holt, der in der römischen Kirche S. Maria del Popolo ein ähnliches Thema behandelt hatte; allerdings ist hier im Vergleich zu Caravaggio die hohe dramatischen Spannung abgeschwächt.