Blumengirlande mit "Ecce Homo"

Blumengirlande mit "Ecce Homo"

Daniel Seghers (Antwerpen 1590-1661)
und Erasmus II Quellin (Antwerpen 1607-1678)
Blumengirlande mit "Ecce Homo"
Öl auf Leinwand
94 x 71 cm
cm. 94 x 71
Inv. 40443

Der flämische Maler Daniel Seghers trat 1614 in den Jesuitenorden ein und erlernte den Stil der Blumenmalerei direkt von Jan Bruegel, der den Beinamen Samt-Bruegel trug, und Mitarbeiter und Freund von Rubens war. In Rom hielt er sich nur kurz auf und kehrte daraufhin in die Heimat zurück, wo er seine schaffensfreudige Produktion bis zum Tode aufrecht erhielt. Der Künstler spezialisierte sich auf eine ganz einzigartige und überall in Europa geschätzte Gattung. Seine Kompositionen wiederholen ohne bedeutende Abänderung dasselbe Schema: beeindruckende Blumengirlanden, (sie sind peinlich genau im Naturalismus der flämischen Schule ausgeführt; am Anfang dieser Maltradition steht Bruegel) und imitierte Steinrahmen, die sakrale Szenen oder Heiligenfiguren umgeben, die von anderen Künstlern aus dem Umkreis Bruegels geschaffen wurden. In diesem Fall gehen sie auf Erasmus II. Quellin zurück.
Aus den Sammlungen der Jesuiten ging das Gemälde, nachdem der Orden 1773 unterdrückt wurde, an den Vatikan und schließlich 1790 an die Pinakothek Pius’ VI. über.