500 Jahre nach dem Tod Raffaels kehren seine Wandteppiche in die Sixtina zurück
500 Jahre nach dem Tod Raffaels kehren seine Wandteppiche in die Sixtina zurück

500 Jahre nach dem Tod Raffaels kehren seine Wandteppiche in die Sixtina zurück

17. – 23. Februar 2020
Sixtinische Kapelle, Vatikanische Museen

Vom 17. bis 23. Februar wird die Sixtinische Kapelle, die alte Cappella Magna, den Rahmen für das bilden, was als Höhepunkt der Feiern zum 500. Todestag des italienischen Malergenies Raffael im Vatikan gilt: nur eine Woche lang wird es während der üblichen Museums-Öffnungszeiten und in der Eintrittskarte enthalten möglich sein, eine außergewöhnliche Ausstellung von Kunstwerken an dem Ort zu bewundern, für den sie ursprünglich konzipiert wurden: die Wandteppiche mit der Apostelgeschichte, die nach Zeichnungen des Raffael Sanzio hergestellt wurden.

Das anspruchsvolle und evokative Projekt, das unter dem Kuratorium von Alessandra Rodolfo (Leiterin der Abteilung für Wandteppiche und Stoffe sowie der Abteilung für Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts der Vatikanischen Museen) realisiert wurde, zeigt zum ersten Mal alle Wandteppiche der vatikanischen Sammlungen, die von dem großen italienischen Meister entworfen wurden: zehn Meisterwerke, fünf Meter lang und vier Meter hoch, die zwischen 1515 und 1521 in Brüssel in der Werkstatt des berühmten Wandteppichfabrikanten Pieter van Aelst kunstfertig gewoben worden sind.

Pünktlich zum Sanzio-Jahr werden die kostbaren Artefakte, die Papst Leo X. bei Raffael in Auftrag gegeben hat, um die päpstliche Kapelle im unteren Bereich der mit falschen Vorhängen bemalten Wände zu schmücken, sieben Tage lang an den ursprünglichen Haken aus dem 16. Jahrhundert in Nachstellung eines alten Brauchs aufgehängt werden.
Eine seltene Gelegenheit, wenn man bedenkt, dass die kunstfertigen Wandteppiche normalerweise in der Vatikanischen Gemäldegalerie aufbewahrt werden: im berühmten Saal VIII., der auch als Raffaelsaal bekannt ist und in dem sie aus konservatorischen Gründen abwechselnd ausgestellt sind.
Die Museen des Papstes laden daher die Besucher ein, die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung und auch die kostenlose Sonntagsöffnung zu nutzen, die diese einzigartige Schönheit für alle zugänglich macht.